Australiens Senatsausschuss unterstützt neues Krypto-Gesetz
Australiens Senatsausschuss unterstützte diese Woche den Corporations Amendment Digital Assets Framework Bill 2025 und prognostiziert bis zu 24 Mrd. USD jährliches BIP-Wachstum.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 wurde am Sonntag vom australischen Senatsausschuss für Wirtschaftsgesetzgebung befürwortet
- Betreiber von Krypto-Plattformen benötigen künftig eine Australian Financial Services Licence sowie Anforderungen zur Vermögenssicherung und Offenlegung gegenüber Privatanlegern
- Eine sechsmonatige Übergangsfrist ist für Unternehmen vorgesehen, die noch keine Lizenz besitzen
- Innovation im digitalen Finanzwesen könnte der australischen Wirtschaft laut Branchenforschung bis zu $24 Milliarden pro Jahr einbringen — rund 1% des BIP
Der Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 hat diese Woche eine wichtige Hürde genommen, nachdem Australiens Senatsausschuss für Wirtschaftsgesetzgebung den Vorschlag befürwortete — damit rückt das erste umfassende Krypto-Lizenzierungssystem des Landes einen Schritt näher an die Verabschiedung. Der am Sonntag veröffentlichte Gesetzentwurf würde Plattformen für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Verwahrungsdienste denselben Finanzdienstleistungsregeln unterwerfen, die bereits für traditionelle Anlageprodukte gelten.
Was der Gesetzentwurf tatsächlich vorsieht
Lässt man die parlamentarische Sprache beiseite, ist die Logik einfach: Jedes Unternehmen, das digitale Token im Auftrag von Kunden hält oder verwaltet, benötigt gemäß den Änderungen des Corporations Act und des ASIC Act eine Australian Financial Services Licence. Das bedeutet Standards zur Vermögenssicherung, ordnungsgemäße Offenlegungspflichten für Privatanleger — und kein Operieren mehr in der Grauzone, die es Plattformen bisher erlaubt, große Mengen an Kundengeldern ohne die Schutzmaßnahmen der traditionellen Finanzwelt zu halten.
Das Gesetz definiert „digitale Token", „Plattformen für digitale Vermögenswerte" und „tokenisierte Verwahrungsplattformen" — mit dem Fokus auf Intermediäre, die mit Kundengeldern arbeiten, anstatt die Blockchain selbst zu regulieren. Dieser Designansatz gibt dem Rahmenwerk bessere Chancen, auch bei fortschreitender Technologieentwicklung Bestand zu haben.
Die $24-Milliarden-Zahl, über die niemand spricht
Was in den Schlagzeilen untergeht: Dies ist nicht nur eine Compliance-Geschichte. Kate Cooper, CEO von OKX Australia, erklärte gegenüber Reportern, dass klarere Regeln echte wirtschaftliche Gewinne ermöglichen könnten. Forschungsergebnisse des Digital Finance Cooperative Research Centre und des Digital Economy Council of Australia beziffern das Potenzial auf bis zu $24 Milliarden pro Jahr — etwa 1% des BIP — wenn Innovation im digitalen Finanzwesen angemessen freigesetzt wird.
Gesetzliche Klarheit könnte das Fundament für eine deutliche Steigerung der australischen Produktivitätsstandards bilden.
Ändert das Sechs-Monats-Fenster etwas für Betreiber?
Wer derzeit eine Krypto-Plattform in Australien betreibt, für den ist dieses Detail am wichtigsten. Der Gesetzentwurf enthält eine sechsmonatige Übergangsfrist für Anbieter ohne bestehende AFSL — damit erhalten Grauzone-Betreiber eine Anlaufphase zur Lizenzierung, anstatt am ersten Tag gegen eine Compliance-Mauer zu fahren. Ob sechs Monate für einen vollständigen AFSL-Antrag realistisch sind, ist eine berechtigte Frage; das ASIC-Lizenzierungsverfahren ist weder schnell noch günstig.
Der Bericht des Senatsausschusses für Wirtschaftsgesetzgebung stellte den Gesetzentwurf als Modernisierung der Aufsicht über digitale Vermögenswerte für eine schnell wachsende, aber uneinheitlich regulierte Branche dar. Branchenverbände begrüßten die Richtung weitgehend. Der Gesetzentwurf durchläuft nun die verbleibenden parlamentarischen Stufen vor einer endgültigen Abstimmung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Corporations Amendment Digital Assets Framework Bill 2025?
Der Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 ist ein australischer Gesetzentwurf, der den Corporations Act und den ASIC Act ändern soll. Er würde Betreiber von Plattformen für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Verwahrungsdienste verpflichten, eine Australian Financial Services Licence zu besitzen und Standards zur Vermögenssicherung sowie Offenlegungspflichten einzuhalten.
Wer benötigt eine Lizenz unter Australiens neuem Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte?
Nach dem vorgeschlagenen Rahmenwerk benötigen Betreiber von Plattformen für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Verwahrungsdienste, die digitale Token im Auftrag von Kunden halten oder verwalten, in der Regel eine Australian Financial Services Licence sowie die Einhaltung von Standards zur Vermögenssicherung und Offenlegungspflichten gegenüber Privatanlegern.
Wie viel könnte digitales Finanzwesen zur australischen Wirtschaft beitragen?
Forschungsergebnisse des Digital Finance Cooperative Research Centre und des Digital Economy Council of Australia schätzen, dass Innovation im digitalen Finanzwesen der australischen Wirtschaft bis zu $24 Milliarden pro Jahr einbringen könnte — rund 1% des BIP — so OKX-Australia-CEO Kate Cooper.
Welche Übergangsfrist sieht der Digital Assets Framework Bill vor?
Der Gesetzentwurf enthält eine sechsmonatige Übergangsfrist für Betreiber von Krypto-Plattformen, die noch keine Australian Financial Services Licence besitzen. So erhalten sie Zeit für den Lizenzantrag, anstatt sofortigen Compliance-Verpflichtungen ausgesetzt zu sein, sobald das Gesetz in Kraft tritt.
