Stablecoins führen globale Zahlungen in 10 Jahren an: Milliardär
Stanley Druckenmiller prognostiziert, dass Stablecoins in 10–15 Jahren den globalen Zahlungsverkehr dominieren – schneller und günstiger als traditionelle Banken.

Das Wichtigste in Kürze
- Stanley Druckenmiller erklärte gegenüber Morgan Stanley, dass er erwartet, dass globale Zahlungssysteme innerhalb von 10 bis 15 Jahren vollständig auf Stablecoins laufen werden
- Er bezeichnete Stablecoins als schneller, günstiger und effizienter als die traditionelle Bankeninfrastruktur
- Der GENIUS Act, der im Juli unterzeichnet wurde, gab Zahlungsunternehmen grünes Licht durch die Regulierung — und Western Union, MoneyGram sowie Zelle handelten schnell
- Trotz seiner Überzeugung bei Stablecoins nannte Druckenmiller Bitcoin eine „Lösung auf der Suche nach einem Problem" und hält keinerlei BTC
Stanley Druckenmiller scheut sich nicht vor großen Prognosen. Der Milliardär-Investor — der Duquesne Capital Management von 1981 bis 2010 leitete und eine durchschnittliche Jahresrendite von 30% ohne ein einziges Verlustjahr erzielte — sagte Morgan Stanley in einem Interview vom 30. Januar, dass Stablecoins auf dem besten Weg sind, das Rückgrat des globalen Zahlungsverkehrs zu werden. Sein Zeithorizont: 10 bis 15 Jahre.
Was Druckenmiller tatsächlich über Stablecoins sagte
Das Interview wurde am 30. Januar aufgezeichnet und am Freitag öffentlich veröffentlicht. Das Kernzitat, direkt aus der Quelle über Stanley Druckenmiller: „Ich gehe davon aus, dass unsere gesamten Zahlungssysteme in 10 oder 15 Jahren auf Stablecoins laufen werden." Er beschrieb Blockchain-basierte Token — insbesondere Stablecoins — als „unglaublich nützlich in Bezug auf Produktivität" und sagte, sie übertreffen bestehende Systeme in Geschwindigkeit, Kosten und Effizienz.
Das ist keine neue Position. Bereits im Mai 2021 sagte er CNBCs Squawk Box, dass ein Blockchain-basiertes System die Zahlungsinfrastruktur des Dollars ersetzen könnte, angetrieben durch schwindendes Vertrauen in die Zentralbanken. „Das Problem wurde klar identifiziert. Es sind Jerome Powell und der Rest der Welt, die Zentralbanker. Es gibt einen Vertrauensmangel", sagte er damals.
Hat der GENIUS Act die Tür für Stablecoin-Zahlungen geöffnet?
Druckenmillers Vorhersage fiel nicht in ein politisches Vakuum. Der GENIUS Act — ein auf Stablecoins ausgerichtetes Gesetz — wurde im Juli verabschiedet und gab Zahlungsunternehmen einen regulatorischen Rahmen für den Aufbau digitaler Finanzdienstleistungen. Western Union, MoneyGram und Zelle kündigten in den folgenden Monaten allesamt Pläne für Stablecoin-Abwicklung an.
Das sind keine Krypto-Startups. Es sind etablierte Überweisungsunternehmen mit globaler Reichweite und Hunderten Millionen Nutzern. Wenn diese Akteure beginnen, ihre Zahlungsinfrastruktur auf Stablecoins umzustellen, wirkt Druckenmillers 10-Jahres-Zeitleiste eher wie ein Fahrplan, der bereits in Bewegung ist.
Blockchain und die Nutzung von Stablecoins, wenn man Krypto dazuzählen möchte, Token, unglaublich nützlich in Bezug auf Produktivität.
Der Haken: Er hält Bitcoin für eine Lösung auf der Suche nach einem Problem
Die meiste Berichterstattung führte mit dem bullischen Stablecoin-Statement. Der Teil, der gleiche Aufmerksamkeit verdient: Druckenmiller hat kein Interesse an Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. „Es ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Ich bin sehr traurig, dass es jemals passiert ist", sagte er Morgan Stanley. Er erkennt an, dass Krypto eine Marke aufgebaut hat — und dass Marken für Gläubige als Wertaufbewahrungsmittel funktionieren können — aber seine grundsätzliche Skepsis bleibt bestehen.
Im Oktober 2023 stufte er Bitcoin unter Gold ein und bezeichnete Gold als eine „5.000 Jahre alte Marke", die er lieber halten würde. Er sagte, er besitze keine BTC — wobei er bemerkenswerterweise hinzufügte, dass er es wahrscheinlich sollte. Stablecoins ja, spekulatives Krypto nein. Das ist die eigentliche Druckenmiller-These, und sie ist enger gefasst, als die Schlagzeilen suggerierten.
Häufig gestellte Fragen
Was hat Stanley Druckenmiller über Stablecoins gesagt?
Druckenmiller sagte in einem am 30. Januar aufgezeichneten Morgan-Stanley-Interview, dass er erwartet, dass globale Zahlungssysteme innerhalb von 10 bis 15 Jahren vollständig auf Stablecoins laufen werden. Er bezeichnete Blockchain-basierte Token als hochproduktiv, wobei Stablecoins traditionelle Bankensysteme in Geschwindigkeit, Kosten und Effizienz übertreffen.
Was ist der GENIUS Act und warum ist er für Stablecoins wichtig?
Der GENIUS Act ist ein US-amerikanisches Stablecoin-Gesetz, das im Juli unterzeichnet wurde und Zahlungsunternehmen einen klaren regulatorischen Rahmen für digitale Finanzdienstleistungen gab. Es veranlasste große Marktteilnehmer — Western Union, MoneyGram und Zelle — kurz nach Verabschiedung Pläne für Stablecoin-Abwicklungssysteme anzukündigen.
Besitzt Druckenmiller Bitcoin?
Druckenmiller hat öffentlich erklärt, dass er keinerlei Bitcoin hält. Er bevorzugt Gold, das er im Oktober 2023 als 5.000 Jahre alte Marke bezeichnete. Er bleibt skeptisch gegenüber Krypto als Wertaufbewahrungsmittel, während er weiterhin bullisch auf Stablecoins für die globale Zahlungsinfrastruktur setzt.
Was ist Stablecoin-Abwicklung?
Stablecoin-Abwicklung bezeichnet das Clearing und die Finalisierung von Finanztransaktionen mittels Stablecoins — Token, die an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind. Sie bietet schnellere und günstigere Transaktionsfinalität im Vergleich zum traditionellen Bank-Clearing, weshalb Zahlungsunternehmen wie Western Union dieses Modell bereits testen.
