Krypto-Millionärs Nevis-Plan zahlt $100 pro Monat
Der belgische Krypto-Millionär Olivier Janssens bietet Einwohnern von Nevis 100 $ pro Monat, während sein Destiny-Projekt im März 2026 eine Regierungsgenehmigung anstrebt.

Das Wichtigste in Kürze
- Olivier Janssens, in Belgien geborener Bitcoin-Millionär, bietet Einwohnern von Nevis $100 pro Monat, sofern sein Destiny-Projekt die Genehmigung der Regierung erhält
- Die monatliche Zahlung von $100 ist eine Erhöhung gegenüber den ursprünglich im November 2025 angekündigten 30 Ostkaribischen Dollar
- Destiny plant den Erwerb von 2.400 Acres Land auf Nevis und will $50 Millionen in Infrastruktur investieren, darunter Krankenhäuser, Villen und Arbeitsplätze
- Das Mitglied der Nevis Reformation Party, Kelvin Daly, bezeichnete das Angebot als Bestechung und forderte die Behörden auf, gemäß dem Anti-Corruption Act Ermittlungen einzuleiten
Olivier Janssens, der belgische Krypto-Millionär hinter dem Destiny-Projekt, bietet den Einwohnern von Nevis $100 pro Monat — unter der Bedingung, dass die Regierung seine libertäre Tech-Gemeinschaft auf der Karibikinsel genehmigt. Die Financial Times berichtete zuerst über das Angebot, das seither eine heftige lokale Debatte darüber entfacht hat, ob es sich um wirtschaftliche Entwicklung oder gekaufte Stimmen handelt.
Was ist das Destiny-Projekt auf Nevis?
Das Destiny-Projekt Nevis ist Janssens' Vorhaben, rund 2.400 Acres Land auf der Karibikinsel zu erwerben und neu zu entwickeln — mit dem Ziel, eine kryptofreundliche, libertäre Jurisdiktion von Grund auf zu errichten. In einer E-Mail, die der Financial Times vorliegt, heißt es, die Einwohner würden $100 pro Monat erhalten, „sobald die endgültige Vereinbarung mit der Regierung genehmigt ist."
Diese Summe stellt einen Sprung gegenüber den im November 2025 ins Spiel gebrachten 30 Ostkaribischen Dollar pro Monat dar. Keine triviale Erhöhung — und eine, die Kritiker weniger als Großzügigkeit und mehr als Verhandlungstaktik interpretieren.
Bestechung oder Anreiz?
Diese Frage spaltet derzeit die Politik auf Nevis. Kelvin Daly von der Nevis Reformation Party nahm kein Blatt vor den Mund. „Janssens und De Primer haben ihre Bestechung von [30 EC-Dollar] pro Monat auf [US$100] pro Monat erhöht", schrieb Daly am Montag auf Facebook und forderte eine Untersuchung gemäß dem Anti-Corruption Act.
Destiny strebt eine Genehmigung im Rahmen der Special Sustainability Zones an — einem Rechtsrahmen, den St. Kitts und Nevis 2025 für Projekte dieser Art verabschiedet hat. Das Projekt verspricht eine Infrastrukturinvestition von $50 Millionen und würde 10% der Gewinne an die Einwohner und weitere 10% an den Staatsfonds von Nevis ausschütten. Ein überzeugendes Angebot — das derzeit jedoch durch die Optik bedingter Barzahlungen untergraben wird.
Janssens und De Primer haben ihre Bestechung von [30 EC-Dollar]/Monat auf [US$100]/Monat erhöht.
Wer ist Olivier Janssens?
Olivier Janssens ist eine langjährige Persönlichkeit der Bitcoin-Szene, der 2015 kurzzeitig im Vorstand der Bitcoin Foundation saß — im selben Jahr, in dem er sie als „praktisch bankrott" bezeichnete. Seine Direktheit ist beständig. Das Destiny-Konzept lautet im Kern: Lobbyarbeit überspringen, das Land kaufen, die Regeln selbst schreiben.
Er steht damit nicht allein. Balaji Srinivasan, ehemaliger CTO von Coinbase, bezeichnete den kollektiven Landerwerb auf der Network State Conference in Singapur im Oktober 2025 als Silicon Valleys „ultimativen Ausstieg" — und verwies auf ein Dokument, das weltweit 120 Start-up-Gesellschaften in Entwicklung auflistet. Janssens ist Teil einer ernstzunehmenden, wenn auch höchst umstrittenen Krypto-Staatskunst-Bewegung. Ob Nevis zu ihrem Testfall wird, ist weiterhin eine offene Frage.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Destiny-Projekt auf Nevis?
Destiny ist eine Entwicklungsinitiative unter der Leitung des belgischen Krypto-Millionärs Olivier Janssens, die darauf abzielt, rund 2.400 Acres Land auf der Karibikinsel Nevis zu erwerben und eine libertäre, technologiefreundliche Gemeinschaft aufzubauen. Das Projekt plant eine Infrastrukturinvestition von $50 Millionen und strebt eine Genehmigung im Rahmen der Special Sustainability Zones von St. Kitts und Nevis an.
Warum ist das Angebot von $100 pro Monat umstritten?
Kritiker argumentieren, dass die monatliche Zahlung — die den Einwohnern unter der Bedingung angeboten wird, dass die Regierung das Destiny-Projekt genehmigt — ein Versuch sei, öffentliche Unterstützung zu erkaufen. Kelvin Daly von der Nevis Reformation Party bezeichnete sie als Bestechung und forderte die Behörden auf, gemäß dem Anti-Corruption Act Ermittlungen einzuleiten, was erheblichen politischen Druck auf den Genehmigungsprozess ausübt.
Was sind Special Sustainability Zones in St. Kitts und Nevis?
Special Sustainability Zones sind ein 2025 von St. Kitts und Nevis verabschiedeter Rechtsrahmen, der groß angelegte Entwicklungsprojekte auf den Inseln ermöglichen soll. Das Rahmenwerk bietet einen regulatorischen Weg für Initiativen wie Destiny, die Landerwerb, Infrastrukturinvestitionen und Gewinnbeteiligung der Gemeinschaft in einem formellen Regierungsgenehmigungsprozess zusammenführen.
Wer ist Olivier Janssens?
Olivier Janssens ist ein in Belgien geborener Bitcoin-Millionär und früher Kryptowährungsinvestor. Er war 2015 Mitglied des Vorstands der Bitcoin Foundation und erklärte die Organisation im selben Jahr öffentlich für praktisch bankrott. Er ist die treibende Kraft hinter dem Destiny-Projekt, das eine kryptofreundliche Jurisdiktion auf der Insel Nevis errichten will.
