CLARITY Act: Chancen für 2026 nach April „extrem gering"
Galaxy Digitals Alex Thorn sagt, die Chancen des CLARITY Act sinken „extrem niedrig", wenn das Krypto-Marktstrukturgesetz die Senatsfrist im April 2026 verpasst.

Das Wichtigste in Kürze
- Galaxy Digital-Forscher Alex Thorn sagt, die Chancen des CLARITY Act werden „extrem gering", wenn das Gesetz nicht bis Ende April den Ausschuss passiert
- Senatsmehrheitsführer John Thune bestätigte, dass die Kammer vor April keine Krypto-Gesetzgebung behandeln wird
- TD Cowen warnte im Januar, dass ein Krypto-Marktstrukturgesetz möglicherweise erst 2027 verabschiedet wird, falls die Zwischenwahlen den Kongress kippen
- Präsident Trump forderte am 4. März öffentlich ein Marktstrukturgesetz „so schnell wie möglich"
Dem CLARITY Act läuft die Zeit davon — und zwar schnell. Der CLARITY Act, der klären soll, wie die USA Krypto-Märkte regulieren, hat laut einem Branchenexperten, der die Gesetzgebung genau verfolgt, so gut wie keine Chance auf Verabschiedung in diesem Jahr, wenn er nicht innerhalb der nächsten sieben Wochen den Senatsausschuss durchläuft.
Sieben Wochen verbleiben — oder 2026 komplett verloren
„Wenn CLARITY nicht bis Ende April den Ausschuss passiert, werden die Chancen auf eine Verabschiedung in 2026 extrem gering", postete Galaxy Digital-Forschungsleiter Alex Thorn am Samstag auf X. „Das muss Anfang Mai auf den Senatsflur kommen … die Redezeit wird knapp, und die Chancen schwinden mit jedem Tag, der vergeht."
Das ist der Teil, den niemand laut aussprechen will. Die Debatte hat sich auf Stablecoin-Renditen konzentriert — ob Banken Einlagen verlieren, wenn Krypto-Emittenten Zinsen zahlen — doch die eigentliche Einschränkung ist die verfügbare Senatszeit, nicht Koalitionspolitik. Senatsmehrheitsführer John Thune bestätigte, dass die Kammer Krypto-Gesetzgebung im Frühjahr hintenanstellt und sich stattdessen auf den SAVE America Act konzentriert, der Wähler verpflichtet, bei persönlicher Registrierung einen Nachweis der US-Staatsbürgerschaft vorzulegen.
Wenn CLARITY nicht bis Ende April den Ausschuss passiert, werden die Chancen auf eine Verabschiedung in 2026 extrem gering.
Ist die Stablecoin-Rendite wirklich die letzte Hürde?
Thorn kauft die Darstellung eines einzigen Hindernisses nicht ab. Er warnte, dass die Stablecoin-Vergütung möglicherweise „nur der aktuelle Hügel ist, auf dem das Gesetz stirbt" — aber nicht der letzte. Hinter der Renditedebatte wies er auf ungelöste Fragen rund um DeFi, Haftungsschutz für Entwickler und die Frage hin, ob die SEC oder die CFTC die primäre Regulierungsbehörde für digitale Vermögenswerte sein soll. Senatorin Angela Alsobrooks, eine wichtige Demokratin im Bankenausschuss des Senats, versuchte die Erwartungen zu dämpfen: „Wir alle werden wahrscheinlich ein wenig unzufrieden nach Hause gehen", sagte sie am Dienstag.
Die Wall Street hat diese Wette schon vor Monaten platziert. TD Cowen warnte im Januar, dass ein Krypto-Marktstrukturgesetz möglicherweise erst 2027 verabschiedet wird — und potenziell erst 2029 in Kraft tritt —, falls die Demokraten bei den Zwischenwahlen auch nur eine Kongresskammer zurückerobern und die Abstimmung blockieren.
Was bedeutet eine Verzögerung bis 2027 für Krypto-Inhaber?
Am 4. März kritisierte Präsident Trump öffentlich die Banken dafür, das Krypto-Gesetz im Senat zu blockieren, und postete: „Die USA müssen die Marktstruktur so schnell wie möglich umsetzen." Zuvor hatte Senator Bernie Moreno am 19. Februar erklärt, er erwarte, dass das Gesetz „hoffentlich bis April" den Kongress passiert. Beide Aussagen sind Druckmittel. Keine von ihnen verschiebt einen Senatskalender.
Kein CLARITY Act in 2026 bedeutet weiteres regulatorisches Vakuum — Börsen unter Vollstreckungsdruck, institutionelles Kapital bleibt vorsichtig, und DeFi-Projekte verbleiben offshore oder in rechtlichen Grauzonen. Thorns Rechnung ist einfach: Wer den April verpasst, verliert das Jahr. Und das Jahr zu verlieren könnte bedeuten, den gesamten Zyklus zu verlieren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der CLARITY Act?
Der CLARITY Act ist ein US-Gesetz, das einen regulatorischen Rahmen für Krypto-Vermögenswerte schaffen soll und klärt, ob digitale Vermögenswerte unter die Aufsicht der SEC oder der CFTC fallen. Es behandelt außerdem Stablecoin-Regeln, DeFi-Protokolle und Haftungsschutz für Entwickler. Das Gesetz wird seit Anfang 2026 im Senat debattiert.
Warum ist April entscheidend für den CLARITY Act?
Galaxy Digital-Forscher Alex Thorn warnte, dass die Chancen auf eine Verabschiedung im Jahr 2026 „extrem gering" werden, wenn das Gesetz nicht bis Ende April 2026 den Senatsausschuss passiert. Senatsmehrheitsführer John Thune bestätigte, dass die Kammer andere Gesetzgebung priorisiert, wodurch nach Mai minimale Redezeit für Krypto-Marktstrukturgesetze verbleibt.
Was passiert, wenn der CLARITY Act 2026 nicht verabschiedet wird?
TD Cowen warnte im Januar 2026, dass ein Krypto-Marktstrukturgesetz möglicherweise erst 2027 verabschiedet wird und frühestens 2029 in Kraft treten könnte, falls die Zwischenwahlen die Kongressmehrheiten verschieben. Das würde die regulatorische Unsicherheit für Krypto-Börsen, DeFi-Projekte und institutionelle Investoren auf dem US-Markt verlängern.
Was verzögert den CLARITY Act im Senat?
Das sichtbarste Hindernis ist die Stablecoin-Renditedebatte — ob Emittenten Zinsen an Inhaber zahlen dürfen. Alex Thorn warnte zudem vor offenen Fragen zur DeFi-Regulierung, zum Entwicklerschutz und zur Zuständigkeit von SEC gegenüber CFTC. Die verfügbare Senatszeit, nicht nur politische Meinungsverschiedenheiten, ist die primäre terminliche Einschränkung.
