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Tornado Cash Co-Founder Roman Storm Goes on Trial in New York

Foto von Alex Morgan, Krypto-Journalist

Alex Morgan

July 14, 2025

Roman Storm verlässt das Gerichtsgebäude
Roman Storm exits the Southern District of New York courthouse on July 14, 2025.
"At stake is whether writing open-source code can be criminally prosecuted—this case will shape the future of DeFi."

Prozessüberblick

Am 14. Juli 2025 erschien Roman Storm, Mitgründer des Datenschutz-Tools Tornado Cash, vor dem US-Bezirksgericht für den Southern District of New York. Er ist mit Bundesanklagen konfrontiert, die auf Vorwürfen basieren, dass der Mixer die Geldwäsche von über 1 Milliarde Dollar an illegalen Geldern erleichtert hat.

Storm hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt, darunter Verschwörung zur Geldwäsche, Verschwörung zur Verletzung von Sanktionen und Betrieb eines nicht lizenzierten Geldübertragungsgeschäfts.

Anklagen & Kontext

Das US-Justizministerium behauptet, dass Tornado Cash von Nordkoreas Lazarus-Gruppe und anderen kriminellen Akteuren genutzt wurde, um Blockchain-Transaktionen zu verschleiern. Die Staatsanwaltschaft sagt, Storm habe diese illegalen Flüsse wissentlich ermöglicht und es versäumt, das Protokoll als Geldübertragungsdienst zu registrieren.

Im Falle einer Verurteilung drohen Storm bis zu 45 Jahre Gefängnis, was eine der schwersten potenziellen Strafen wäre, die jemals gegen einen Softwareentwickler im Blockchain-Bereich gefordert wurden.

Verteidigungsargumente

Storms Team argumentiert, dass Tornado Cash ein dezentrales Open-Source-Protokoll ist und dass Storm nach 2020 keinen proprietären Code mehr geschrieben hat. Sie argumentieren, dass Code als geschützte Meinungsäußerung unter dem Ersten Verfassungszusatz fällt und dass er nicht kontrollieren kann, wie Nutzer das Tool verwenden.

"This case is a battle for decentralized finance and free speech," said Amal Ibraymi, legal counsel at Aztec Labs. "Storm simply published code; he did not launder a single dollar."

Mögliche Auswirkungen

Beobachter sagen, das Urteil könnte einen wegweisenden Präzedenzfall für die Haftung von Entwicklern schaffen. Eine Verurteilung könnte Innovation im Bereich Datenschutz und DeFi hemmen, während ein Freispruch Argumente stärken könnte, dass Code geschützte Meinungsäußerung ist.

Zukunftsaussichten

Der Prozess soll mehrere Wochen dauern, gefolgt von möglichen Berufungen. Viele erwarten, dass der Fall letztendlich den US Supreme Court erreichen könnte und die Grenze zwischen Softwareentwicklung und kriminellem Verhalten definiert.