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Square startet automatische Bitcoin-Zahlungen für Millionen US-Händler

Square hat heute Bitcoin-Zahlungen für berechtigte US-Händler automatisch aktiviert – von Opt-in zu Standard bei Millionen von Händlern. Das hat sich geändert.

Square startet automatische Bitcoin-Zahlungen für Millionen US-Händler

Das Wichtigste in Kürze

  • Square hat Bitcoin-Zahlungen für berechtigte US-Händler ab heute, dem 30. März, von einer Opt-in-Funktion zur automatischen Standardeinstellung umgestellt
  • Händler erhalten weiterhin standardmäßig USD — Bitcoin wird im Hintergrund über das Lightning Network umgerechnet
  • Keine Bearbeitungsgebühren bis 2027 und $0 Spread sind Teil der umfassenden Bitcoin-Offensive von Block über Square und Cash App

Bitcoin-Zahlungen bei Square sind gerade deutlich schwerer zu umgehen geworden. Blocks Zahlungsplattform hat still und leise umgestellt — statt Händler aufzufordern, Bitcoin zu aktivieren, wird es nun für sie aktiviert. Ab heute haben berechtigte US-Händler die Bitcoin-Akzeptanz an der Kasse standardmäßig eingeschaltet, ganz ohne manuelles Setup. Miles Suter, Squares Produktleiter, wies auf X auf die Änderung hin und bezeichnete sie als einen Schritt dahin, dass Bitcoin im riesigen Händlernetzwerk des Unternehmens als alltägliches Zahlungsmittel fungiert.

Von Opt-in zum Standard: Was sich tatsächlich geändert hat

Square begann diesen Weg im Oktober 2025 — damals startete das Unternehmen seine „Square Bitcoin"-Initiative und gab kleinen Unternehmen die Möglichkeit, Bitcoin an der Kasse zu akzeptieren, zusammen mit Lightning-Network-Unterstützung, sofortiger Abrechnung und gebührenfreier Verarbeitung bis 2027. Ein breiterer Rollout folgte im November 2025, doch die Funktion blieb freiwillig. Händler mussten in ihre Einstellungen gehen und den Schalter selbst umlegen.

Heute ist die automatische Aktivierung von Bitcoin-Zahlungen für berechtigte US-Händler keine Entscheidung mehr, die Händler aktiv treffen müssen — es ist die Standardeinstellung, die sie rückgängig machen müssten. Das ist eine bedeutsame Verschiebung. Statt Millionen von Kleinunternehmern zu bitten, eine neue Zahlungsschiene zu übernehmen, setzt Block darauf, dass die meisten sich nicht die Mühe machen werden, sich abzumelden. Ein klassischer Distributionsspielzug.

Die Mechanik ist so konzipiert, dass Händler nichts davon mitbekommen. Kunden können an der Kasse mit Bitcoin bezahlen; die Kasse des Händlers rechnet weiterhin in USD ab. Das Lightning Network übernimmt die Umrechnung im Hintergrund und ermöglicht nahezu sofortige Transaktionen ohne Volatilitätsrisiko auf der Händlerseite. Ein Café-Besitzer in Austin muss sich nicht darum kümmern, wie Bitcoin funktioniert. Genau das ist der Punkt.

Ist das wirklich Adoption — oder nur eine Standardeinstellung?

Hier ist die ehrliche Frage, die niemand wirklich stellt: Wenn Händler sich abmelden können und die meisten wahrscheinlich nicht einmal bemerken, dass die Funktion aktiv ist — zählt das als Bitcoin-Adoption? Suter würde ja sagen — und das Skalenargument ist berechtigt. Squares Händlernetzwerk umfasst Millionen von US-Verkäufern. Selbst passive Verfügbarkeit in dieser Größenordnung bringt Bitcoin in Checkout-Abläufe, die zuvor nie mit Krypto in Berührung kamen.

Zur Einordnung: Square stellte seine „Square Bitcoin"-Initiative erstmals im Oktober 2025 vor — als Opt-in-Experiment mit einem relativ kleinen Erstpublikum. Der Sprung zur automatischen Aktivierung über die gesamte berechtigte Basis ist eine ganz andere Kategorie von Wette. Block nutzt im Wesentlichen seine bestehende Zahlungsinfrastruktur als Bitcoin-Distributionskanal — kein Marketing nötig, keine Kundenaufklärung erforderlich.

Der Schritt steht auch nicht isoliert da. Anfang dieses Jahres kündigte Cash App umfangreiche Verbesserungen seines Bitcoin-Angebots an, darunter Null-Spread-Preise bei Käufen, reduzierte Gebühren und erweiterte Auszahlungslimits — bis zu $10.000 täglich und $25.000 wöchentlich für berechtigte Nutzer. ACH- und Überweisungsfinanzierungswege wurden ebenfalls hinzugefügt. Block baut still und leise einen der zugänglichsten Bitcoin-Stacks im US-Fintech-Bereich auf, und der Square-Standard-Rollout ist das Händler-Puzzlestück dieser Strategie.

Händler, die aussteigen möchten, können ihre Einstellungen im Square-Dashboard anpassen. Aber die Last hat sich verschoben — und im Produktdesign verliert in der Regel derjenige, der die Reibung tragen muss.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Square Bitcoin-Zahlungen?

Square Bitcoin-Zahlungen ermöglichen es Händlern, Bitcoin an der Kasse über das Lightning Network zu akzeptieren. Kunden zahlen in Bitcoin, während Händler standardmäßig USD erhalten, wobei die automatische Umrechnung die Abwicklung übernimmt. Seit März 2026 wird die Funktion für berechtigte US-Händler automatisch aktiviert, ohne dass eine manuelle Einrichtung erforderlich ist.

Müssen Square-Händler jetzt Bitcoin akzeptieren?

Nein — Händler können sich über ihre Square-Dashboard-Einstellungen abmelden. Die Änderung macht die Bitcoin-Akzeptanz zum Standard, nicht zur Pflicht. Berechtigte US-Händler werden automatisch eingeschrieben, behalten aber die volle Kontrolle, um die Funktion zu deaktivieren oder anzupassen, wie sie an ihrem Point of Sale funktioniert.

Was ist die Square Bitcoin-Initiative?

Squares Bitcoin-Initiative wurde im Oktober 2025 gestartet und integriert Bitcoin-Zahlungen und Wallet-Funktionalität für kleine Unternehmen. Sie umfasst Lightning-Network-Unterstützung, sofortige USD-Abrechnung für Händler und gebührenfreie Verarbeitung, die bis 2027 garantiert ist. Der breitere Rollout im November 2025 erweiterte die Verfügbarkeit vor der heutigen automatischen Standardaktivierung.

Wie hängt das Cash-App-Bitcoin-Update mit Square zusammen?

Beide sind Produkte von Block, Inc. Die Bitcoin-Upgrades von Cash App 2026 — Null-Spread-Preise, niedrigere Gebühren, tägliche Auszahlungslimits von $10.000 und wöchentliche Limits von $25.000 — ergänzen Squares händlerseitigen Rollout. Zusammen bilden sie Blocks umfassendere Strategie, Bitcoin über Verbraucher- und Geschäftszahlungen hinweg nutzbar zu machen.