Wie Franklin Templeton von Stellar zu Canton wechselte
Franklin Templetons Tokenisierungs-Reise: Roger Bayston erklärt, wie Benji 2026 von Stellar zum Canton Network wechselte – für institutionellen Zugang zu digitalen Assets.

Das Wichtigste in Kürze
- Roger Bayston, Leiter für digitale Vermögenswerte bei Franklin Templeton, erläuterte öffentlich den Tokenisierungsweg des Unternehmens
- Franklin Templetons Benji Technology Platform wurde von der Stellar Blockchain zum Canton Network migriert
- Canton Network ist eine öffentliche, genehmigungsfreie Blockchain, die speziell für institutionelle Finanzen entwickelt wurde
- Der Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider — auch BlackRocks Larry Fink forderte eine einheitliche Blockchain für tokenisierte Vermögenswerte
Franklin Templeton Tokenisierung ist kein Pilotprojekt mehr — es ist eine bewusste, mehrjährige Infrastruktur-Investition. Roger Bayston, der Leiter für digitale Vermögenswerte des Unternehmens, erklärte diese Woche öffentlich, wie einer der weltweit größten Vermögensverwalter seine Strategie für tokenisierte Fonds von Grund auf aufgebaut hat — angefangen bei Stellar bis hin zum Canton Network.
Warum Franklin Templeton Stellar für Canton verließ
Stellar brachte sie ins Spiel. Canton ist dort, wo sie sein müssen. Als Franklin Templeton erstmals seinen tokenisierten Geldmarktfonds auflegte, war Stellar eine vernünftige Wahl — zugänglich, schnell und bereits in angrenzenden Fintech-Anwendungen im Einsatz. Doch institutionelle Finanzen haben Anforderungen, für die eine auf Privatzahlungen ausgelegte Chain nie konzipiert war.
Roger Bayston beschrieb den Wechsel als natürliche Weiterentwicklung und nicht als Ablehnung von Stellar. Die Franklin Templeton Tokenisierungsstrategie über die Benji Technology Platform läuft nun auf dem Canton Network — einer öffentlichen, genehmigungsfreien Blockchain, die von Grund auf für institutionelle Teilnehmer entwickelt wurde, mit integrierten Compliance-Kontrollen, Datenschutzebenen und Interoperabilität statt nachträglich angehefteter Lösungen.
Dieser Unterschied ist bedeutsamer, als er klingt. Man kann die Fondsstruktur eines traditionellen Vermögensverwalters nicht einfach auf eine Chain setzen, die für krypto-native Nutzer gebaut wurde, und erwarten, dass es funktioniert. Canton existiert genau dafür, dieses Missverhältnis zu lösen.
Was ist Canton Network und warum ist es wichtig?
Was unterscheidet Canton Network von anderen Blockchains für Institutionen?
Canton Network wurde speziell für Finanzinstitute entwickelt, die kontrollierte Zugriffssteuerung neben öffentlicher Verifizierbarkeit benötigen — eine Blockchain, die es einem regulierten Unternehmen ermöglicht, reguliert zu bleiben und gleichzeitig an offener Infrastruktur teilzunehmen.
Für Franklin Templeton, das weltweit Vermögenswerte von über $1.5 trillion verwaltet, ist diese Kombination nicht verhandelbar. Jede Tokenisierungsinfrastruktur muss regulatorische Hürden überwinden, für die die meisten krypto-nativen Chains nie konzipiert waren. BlackRock-CEO Larry Fink äußerte sich kürzlich ähnlich und drängte auf eine einzige Blockchain für Tokenisierung, um Fragmentierung zu verhindern. Ob Canton letztlich diese Chain wird oder einer von mehreren institutionellen Wettbewerbern — große Vermögensverwalter testen nicht mehr nur die Gewässer.
Franklin Templeton enthüllt, wie einer der weltweit größten Vermögensverwalter die Tokenisierung angenommen hat.
Signalisiert die Stellar-Migration einen breiteren Wandel?
Wahrscheinlich. Die Stellar Blockchain war ein Vorreiter bei tokenisierten Vermögenswerten und hat nach wie vor reale Anwendungsfälle — doch wenn ein Unternehmen wie Franklin Templeton davon migriert, verdient das Aufmerksamkeit. Institutionelles Kapital folgt Infrastruktur, die für institutionelles Kapital gebaut wurde. Stellars Wurzeln im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und bei Überweisungen machten es anfänglich attraktiv, doch diese Wurzeln bringen Design-Kompromisse mit sich, die für komplexe regulierte Fondsstrukturen nicht geeignet sind.
Baystons Entscheidung, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, sagt ebenfalls etwas aus. Franklin Templeton hätte nichts davon erklären müssen — sie entschieden sich dafür. Das deutet darauf hin, dass sie Benji als Branchenvorbild positionieren und nicht nur als internes Werkzeug.
PwC erklärte kürzlich, dass die institutionelle Krypto-Adoption einen Punkt ohne Wiederkehr überschritten habe, da sich regulatorische Rahmenbedingungen von Entwürfen hin zu aktiver Aufsicht entwickeln. Finanzminister Scott Bessent bekräftigte diese Woche die US-Führungsrolle im Kryptobereich. Franklin Templeton wirkt wie ein Unternehmen, das der Entwicklung vorausgebaut hat — nicht eines, das hektisch versucht aufzuholen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Franklin Templeton Tokenisierung?
Franklin Templeton Tokenisierung bezeichnet die Strategie des Unternehmens, Fondsanteile über seine Benji Technology Platform auf Blockchain-Infrastruktur auszugeben und zu verwalten. Der Start erfolgte auf Stellar, bevor die Migration zum Canton Network stattfand — damit gehört Franklin Templeton zu den ersten großen Vermögensverwaltern, die einen live tokenisierten Geldmarktfonds in institutionellem Maßstab betreiben.
Warum wechselte Franklin Templeton von Stellar zum Canton Network?
Franklin Templeton migrierte von Stellar zum Canton Network, weil Canton speziell für institutionelle Finanzen entwickelt wurde — mit kontrollierten Zugriffssteuerungen, Datenschutzebenen und regulierungskonformer Komponierbarkeit, die universelle Chains wie Stellar für komplexe, regulierte Fondsstrukturen nicht bieten konnten.
Was ist Canton Network?
Canton Network ist eine öffentliche, genehmigungsfreie Blockchain, die speziell für institutionelle Finanzanwendungen entwickelt wurde. Sie bietet Compliance-Infrastruktur, Datenschutzkontrollen und Interoperabilitätsfunktionen, die Banken und Vermögensverwalter benötigen — damit können regulierte Unternehmen an On-Chain-Finanzen teilnehmen, ohne ihre regulatorischen Pflichten zu gefährden.
Wer ist Roger Bayston bei Franklin Templeton?
Roger Bayston ist Leiter für digitale Vermögenswerte bei Franklin Templeton. Er verantwortet die Blockchain- und Tokenisierungsstrategie des Unternehmens, einschließlich der Entwicklung der Benji Technology Platform und deren Migration von Stellar zum Canton Network für institutionelle digitale Vermögensinfrastruktur.
