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Ethereum Foundation Mandat definiert Rolle und Ziele

Das am 13. März veröffentlichte Ethereum Foundation Mandat setzt auf Dezentralisierung und Nutzersouveränität, während Vitalik die L2-Strategie überdenkt.

Ethereum Foundation Mandat definiert Rolle und Ziele

Das Wichtigste in Kürze

  • Ethereum Foundation veröffentlichte am Freitag, den 13. März, ihr formelles Mandat und bekräftigte damit ihre Rolle als Verwalter
  • Zwei erklärte Ziele: Ethereum vollständig dezentralisiert zu halten und den Nutzern das letzte Wort über ihre Onchain-Assets zu geben
  • Die Stiftung plant, ihre eigene Rolle im Laufe der Zeit durch eine „Subtraktions“-Strategie zu verringern
  • Vitalik Buterin warnte im Februar, dass die meisten L2-Netzwerke zentralisiert sind — was die Kernthese von Ethereum untergräbt

Das Mandat der Ethereum Foundation wurde am Freitag veröffentlicht, und die Botschaft ist deutlich: Baut das Protokoll so gut auf, dass sich die Stiftung selbst überflüssig macht. Das am 13. März veröffentlichte Dokument nennt zwei nicht verhandelbare Ziele — die vollständige Dezentralisierung von Ethereum und die Übergabe der endgültigen Kontrolle über Onchain-Assets und -Daten an die Nutzer. Alles andere leitet sich aus diesen beiden Prinzipien ab.

Was das Mandat der Ethereum Foundation tatsächlich besagt

Zensurresistenz, Open-Source-Code, Privatsphäre, Sicherheit und freiheitserhaltende Technologie — das sind die Kerneigenschaften, zu deren Verteidigung sich das Mandat der Ethereum Foundation verpflichtet. Die Stiftung gab an, sich auf Protokoll-Upgrades, langfristige Forschung, Cybersicherheit und Entwickler-Tools zu konzentrieren und dabei ihren eigenen Einfluss im Laufe der Zeit bewusst zu verringern. Die Philosophie, die sie „Subtraktion“ nennt: Fokus auf Aufgaben, die mit zunehmender Reife des Protokolls weniger notwendig werden. Das Endziel — dass Ethereum auch dann funktioniert, wenn die Stiftung komplett aufhören würde zu existieren. Das ist keine Absicherung. Das ist die tatsächlich erklärte Mission.

Buterins L2-Warnung liefert den gesamten Kontext

Das Mandat entsteht nicht in einem Vakuum. Vitalik Buterin sagte im Februar, dass die Layer-2-Skalierungsstrategie von Ethereum „keinen Sinn mehr ergibt“ — ein bedeutsames Eingeständnis des eigenen Mitgründers des Protokolls. Sein konkreter Kritikpunkt: Ein Rollup, das 10,000 Transaktionen pro Sekunde beansprucht, sich aber auf eine Multisig-Bridge stützt, um die Layer-1 zu berühren, ist keine dezentrale Skalierung. Es ist lediglich umbenannte Zentralisierung.

Buterin kritisierte private vertrauenswürdige Netzwerke, zentralisierte Sequencer und L2-Projekte ohne echten Zeitplan für das Ablegen ihrer eigenen Stützräder. Die Reaktion der Layer-2-Teams im gesamten Ökosystem war, wohlwollend ausgedrückt, gemischt.

Die ursprüngliche Vision von L2s und ihrer Rolle in Ethereum ergibt keinen Sinn mehr, und wir brauchen einen neuen Weg.

— Vitalik Buterin, Februar 2026

Welche Rolle sollten L2s stattdessen spielen?

Wie passt die Layer-2-Dezentralisierung von Ethereum in die überarbeitete Strategie?

Buterins Antwort lautet Spezialisierung. Anstatt sich als generische Vehikel für Layer-2-Dezentralisierung von Ethereum zu positionieren, sollten L2-Netzwerke eine Nische finden — Privatsphäre, Identität, Finanzplattformen oder soziale Anwendungen — und diese besetzen. Das ist ein schwierigeres Verkaufsargument für Teams, die Kapital mit dem Versprechen einer „Ethereum-Skalierungsschicht“ eingesammelt haben.

Das Mandat der Stiftung geht nicht direkt auf die L2-Debatte ein, aber das Timing spricht für sich. Die erneute Bekräftigung der Dezentralisierung als Kernwert, direkt nachdem der eigene Mitgründer zentralisierte Layer-2-Projekte kritisiert hat — das ist ein Signal, ob von der Stiftung beabsichtigt oder nicht.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Mandat der Ethereum Foundation?

Das Mandat der Ethereum Foundation ist ein formelles Dokument, das am 13. März 2026 veröffentlicht wurde und zwei Kernziele umreißt: Ethereum vollständig dezentralisiert zu halten und sicherzustellen, dass die Nutzer die endgültige Kontrolle über ihre Onchain-Assets und -Daten haben. Es verpflichtet die Stiftung zur Zensurresistenz, zu Open-Source-Code, zur Privatsphäre und zu einer Subtraktionsstrategie, um ihren eigenen Einfluss im Laufe der Zeit zu verringern.

Was ist die Layer-2-Dezentralisierung von Ethereum?

Die Layer-2-Dezentralisierung von Ethereum bezieht sich darauf, ob L2-Netzwerke ohne zentralisierte Kontrollpunkte arbeiten. Vitalik Buterin argumentierte im Februar 2026, dass die meisten aktuellen L2s zentralisierte Sequencer und Multisig-Bridges verwenden, was bedeutet, dass sie nicht wirklich dezentralisiert sind — was ihrem Zweck als vertrauenslose Ethereum-Skalierungslösungen widerspricht.

Warum hat Vitalik Buterin die Ethereum L2-Strategie kritisiert?

Buterin sagte im Februar 2026, dass ein Rollup, das 10,000 TPS verspricht und gleichzeitig eine Multisig-Bridge verwendet, um Ethereums Layer-1 zu berühren, keine echte dezentrale Skalierung ist. Er argumentierte, L2s sollten sich auf Nischen wie Privatsphäre oder Identität spezialisieren, anstatt sich als generische Ethereum-Skalierungsschichten zu positionieren.